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12 ungarische Praktikanten im Schaumburger Land

Erstmals ist es gelungen, unseren Ungarnaustausch auf Gegenseitigkeit zu realisieren. Das dieses möglich war, lag zunächst primär an Melinda Borbely, der verantwortlichen Deutschlehrerin unserer Partnerschule in Tamasi. Im Rahmen eines Leonardoprojektes ist es ihr gelungen für 12 ungarische Praktikanten eine Praktikumsfinanzierung für vier Wochen in Deutschland zu sichern.

Doch dieses war nur der erste von weiteren Schritten die es zu meistern galt. Da wären die äußerst eingeschränkten Sprachkenntnisse der Praktikanten zu nennen, die weder in Deutsch noch in Englisch ausreichend vorhanden waren. Dieses führte zu dem einen oder anderen Missverständnis. So schliefen zwei Schüler die erste Nacht zusammen in einem Bett, da sie sich nicht sicher waren, ob sie beide benutzen durften (es war ein Doppelbett !!!).

Aber auch die fachpraktischen Kenntnisse der Praktikanten lagen meist noch in den Anfängen ihrer gemischten Ausbildung zum Landmaschinentechniker / Landwirt. Für Christian Wehling, in dessen Händen die gesamte Organisation und Durchführung des Projektes auf deutscher Seite  lag, waren dieses aber keine Hindernisse, um den ersten Besuch ungarischer Praktikanten anzugehen.

Christian hatte klare Vorstellungen, wie man der schwierigen Ausgangslage begegnen musste:

  • Es kamen jeweils 2 Praktikanten auf einen Betrieb
  • alle Betriebe sollten möglichst dicht beieinander liegen
  • eine Sprachbegleitung sollte ständig bereit stehen

Es gelang Christian im Umkreis von Stadthagen, seinem Heimatort, bekannte und befreundete Betriebe und Familien zu finden, die sich dieser schweren Aufgabe stellten (s. Tabelle). Besonders wichtig war aber auch, dass die ungarische Schule selbst die Ausgangslage richtig einschätze und gleich zwei Sprachbegleiter für vier Wochen mitschickte: Melinda Borbely und Karoly Gutai.

Melinda wurde von ihrer 4-jährigen Tochter Iris begleitet, für die Christian einen Kindergartenplatz "Am Jägerhof" in Stadthagen fand. Ein Dank an die Leitung, die dieses unbürokratisch realisierte. Dieses "Nebenprojekt" hat super geklappt. Iris hat sich schnell eingelebt und Freundschaften geschlossen. In 2013 will sie wiederkommen.

Am 8. September 2012 war es soweit. Ungarnaustausch
Auf dem Hof von Christian Wehling wurde die ungarische Delegation von den Gastfamilien und Vertretern der Justus-von-Liebig-Schule begrüßt. Bei Gegrilltem und Kuchen konnten sie gleich die ersten  deutschen Köstlichkeiten genießen. Doch mulmig wurde es den Praktikanten, als die Aufteilung und Abreise in die Gastfamilien anstand.

 Neben der fachlichen und familiären Betreuung durch die Familien war es aber wichtig, dass die Praktikanten immer wieder ihr Gruppen- und Heimatgefühl ausleben konnten. Christian Wehling hatte deshalb ein umfangreiches und vielfältiges Kulturprogramm zusammen gestellt. Als erstes stand der Empfang bei der Region Hannover auf dem Programm mit anschließender Stadtbesichtigung von Hannover. Der nächste Höhepunkt war die Werksbesichtigung bei Claas in Harsewinkel mit anschließendem Besuch des Versuchsgeländes auf dem 

Ungarnaustausch  „Hof Löhrmann“, denn alle Praktikanten durften hier die großen Maschinen selber fahren – ein unvergessliches Highlight. Unvergessen wird sicherlich auch der Besuch des Bundesligaspieles von „Hannover 96 – 1.FC Nürnberg“ sein, denn Hannover hatte kurz zuvor den ungarischen Starspieler Szabolcs Huszti verpflichtet. Gut vorbereitet, mit einem extra auf Ungarisch gefertigtem Plakat, ging es zusammen mit einigen Gastfamilien ins Stadion. Als hätte jemand ein Drehbuch geschrieben, Husty schoss 2 Tore, bereitete die anderen zum 4.1 Sieg vor und schenkte nach dem Spiel sein Trikot Melinda Borbely.

Am nächsten Wochenende ging es dann für 2 Tage in den Norden. Ungarnaustausch
 Zunächst stand die Besichtigung von Hamburg an (Stadt- und Hafenrundfahrt sowie ein Reeperbahnbummel). Abends ging es dann weiter in die Jugendherberge nach Handeloh (Lüneburger Heide), um am nächsten Tag ganztägig den Heidepark zu erkunden. Ein Praktikant hatte statt der Rutschen das dortige Casino aufgesucht und sein gesamtes erspartes Geld verzockt !! Abgerundet wurde das Freizeitprogramm durch den Besuch diverser Erntedankfeste und einer feierlichen Verabschiedung, die auf dem Betrieb von Wilhelm Eikenjäger stattfand.

Auf dem Bild oben Christian, Stefan, Frau Eikenjäger +  Karoly Gutai

 

Ungarnaustausch  Ungarnaustausch

Rolf Struckmann mit Eric + Norbert 

Christoph Tecklenburg mit Simon + Laslo 

 

Nach vier Wochen, am 6.10.2012, ging es via Flugzeug zurück in die Heimat nach Tamasi.

Es waren zwar sehr anstrengende vier Wochen, speziell für Christian Wehling: „ich war am Rande der Belastbarkeit angelangt“.

Ein besonderer Dank gilt den Gastfamilien und Helfern, ohne die ein so erfolgreicher Austausch niemals hätte stattfinden können. Beim Résumée waren sich dann auch alle einig: es hat sich gelohnt und in 2013 freuen wir uns wieder auf die Ungarn, dann aber in einer deutlich kleineren Gruppe.

 

 

Vorname

Name

Im Betrieb

Ort

Tibor

Paly

Stefan Fitzner

Dieckmann Saatzucht

Sülbeck,

Bence

Rokus

Gottschalk

Hinrich

Kirchhorsten

Simon  +

Laslo

Oros

Zsolt

Tecklenburg

Christoph

Luhden

Janos  +

Peter

Sarbozoi Sipos

Loose

Heinz

Scheie

Dani + Peter

Szepzo Varga

Hasse

Agrarservice

Heeßen

Geza  +Zoltan

Horvath Sipos

Pohl

Michael

Hevesen

Norbert  + Eric

Kiss Baros

Struckmann

Rolf

Ehlen

Betreute die Praktikanten

Eikenjäger

Stefan

Nordsehl

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