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Friedhofsgärtner/in 

Ansprechpartner im Bildungsgang
Andreas Grewe - grewe@jvl.de

Charakteristika   Angaben
Schulische Voraussetzungen
Arbeitszeit

Im ersten Ausbildungsjahr Unterricht in Teilzeitform an zwei Tagen in der Woche im zweiten und dritten Jahr in Blockform

Dauer der AusbildungIn der Regel 3 Jahre (Verkürzung oder Verlängerung ist möglich)
AbschlussprüfungDie Abschlussprüfung ist eine berufsständische Prüfung, die vor der Landwirtschaftskammer Niedersachen abgelegt wird. Gleichzeitig vermittelt die Schule den Berufsschulabschluss. Werden beide Abschlüsse erfolgreich erworben, erhält der Schüler den Sekundarabschluss eins für Realschulen, ggf. den erweiterten Abschluss
AusbildungsvergütungDie Ausbildungsvergütungen orientieren sich an den jeweiligen Bestimmungen in den anzuwendenden Tarifverträgen.
Tätigkeitsorte

Die Ausbildung findet in privaten und kommunalen Betrieben des Friedhofgartenbaus und der Berufsschule statt. An beiden Ausbildungsorten im dualen System werden die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt.

Im ersten Ausbildungsjahr findet der Unterricht an der Justus-von-Liebig-Schule (Ahlem) an zwei Tagen statt. Im Laufe dieses Jahres wird die DEULA Nienburg besucht. Hier werden die Fähigkeiten und Kenntnisse der Schüler in einer Woche als Ergänzung zum Technikunterricht vertieft.

Im zweiten und dritten Lehrjahr findet der Berufsschulunterricht in Blockform über 7 Wochen überwiegend in der arbeitsarmen Winterzeit statt. Ein weiterer DEULA-Kurs sowie zwei Lehrgänge in der Überbetrieblichen Ausbildung ergänzen den schulischen Unterricht.

BerufsschuleStandort Hannover-Ahlem
eingesetzte SchulbücherFachkunde für Gärtner/-innen, Holger Seipel, Verlag Handwerk und Technik GmbH
AusbildungsbetriebeEs handelt sich um Betriebe aus der Stadt Hannover, der Region Hannover und, soweit es das 2. und 3. Ausbildungsjahr betrifft, aus dem gesamten Landesgebiet. Ein Ausbildungsverzeichnis hält die zuständige Stelle (Landwirtschaftskammer) bereit.
Zuständige StelleLandwirtschaftskammer Niedersachsen/ Zweigstelle Hannover. Diese ist für die Beratung der Auszubildenden, die Verwaltung der Verträge und die Abnahme von Prüfungen zuständig.
Fort- und WeiterbildungNach bestandener Abschlussprüfung besteht die Möglichkeit zum Besuch der FOS und nach mindestens 2 Jahren Berufspraxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden.
AnmeldungPDF

Inhaltliche Gestaltung der Ausbildung

Grundlage ist der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Gärtner/Gärtnerin (Beschluss der KMK vom 08.12.1995). Ferner gelten das Berufsbildungsgesetz und das Jugendarbeitsschutzgesetz im Rahmen der dualen Ausbildung.

Folgende Lernfelder sind vorgesehen:

  1. Pflanzen kennen und verwenden
  2. Böden pflegen
  3. Wachstum von Pflanzen steuern
  4. Kulturflächen nutzen
  5. Betriebsstrukturen erkennen und bewerten
  6. Rechtsgeschäfte ausführen
  7. Pflanzen züchten und vermehren
  8. Pflanzen mit Nährstoffen versorgen
  9. Pflanzen gesund erhalten
  10. Kulturen planen und führen
  11. Geräte, Maschinen und Anlagen nutzen
  12. Betriebliche Abläufe kalkulieren
  13. Pflanzliche Produkte vermarkten
  14. Gräber pflegen und gestalten

Fachpraktischer Unterricht Trauerfloristik

Über den Beruf:

"Das Betrachten von Gräbern ist eine für die menschliche Seele nützliche Beschäftigung. Es empfiehlt sich, mit dem Tode auf gutem Fusse zu stehen. Der Tod ist die einzige Sache im Leben, die völlig sicher ist. Zudem steht die Zeit, die wir leben, in einem beklagenswerten Missverhältnis zu der Zeit, die wir tot sind. Es hat weise Zeitalter gegeben, welche es vorgezogen haben, dieses Missverhältnis zu beachten und die Zeit, die wir leben, darauf zu verwenden, über den Tod nachzudenken". (Peter Bamm: Feuilletons) 

Friedhof
Jedes Grab kann eine Geschichte erzählen. Friedhöfe sind von jeher grüne Lungen und Orte der Ruhe und Besinnung. Gerade dort werden hohe Ansprüche an Gestaltung und Pflege gestellt. Oftmals sind gerade Friedhöfe liebevoll gestaltete kleinere oder größere Parkanlagen.
Friedhofsgärtner zu sein heißt Gespür für Menschen zu entwickeln und sie behutsam bei der Trauerarbeit zu begleiten. Mit kreativen, anspruchsvollen Gestaltungsideen werden Grabstätten angelegt und gepflegt, aber auch der Rahmen darum, also das Friedhofsgelände. Jahreszeitliche Bepflanzung, Pflege und Dekoration gehören genauso dazu, wie Gehölzpflege, Heckenschnitt oder Rasen- und Wegepflege. Aber auch ein guter, bedachter Umgang mit Menschen ist wichtig, denn man muss mit Angehörigen Gebinde und Kränze für Trauerdekorationen abstimmen.

Interessante Ausführungen zum Beruf finden sich auch unter Alpha-Bildungskanal - Friedhofsgärtner/in

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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