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Kriegsgräberpflegefahrt Posen 2015

Am 13.4.2015 war es wieder so weit: wir, die Justus-von-Liebig-Schule Hannover, fuhren das vierte Mal seit 2012 nach Posen, um dort auf dem Friedhof Milostowo die unterschiedlichen Kriegsgräberstätten (polnisch, deutsch und sowjetisch) mit unserer Partnerschule zu pflegen.

Zunächst sollen aber die Vorbereitungen erwähnt werden:

Vor der Fahrt standen die ständigen Absprachen im Vordergrund. So ist das Projekt in Posen mittlerweile so umfangreich geworden, dass eine Koordination das ganze Jahr umfasst und nicht mit einer Klassenfahrt o. ä. zu vergleichen ist. Es sind die Region Hannover, die Region Posen, die Partnerschule, die Stiftung Gedenken,  der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Niedersachsen, die Abteilung Bau des VdKs aus Kassel, die Gartenbauabteilung vor Ort, das LTG 62 Wunstorf, die Presse vor Ort,.....unter einen Hut zu bekommen. Wobei jede Institution ggf. mehrere Ansprechpartner hat, welche alle Wünsche haben, die es zu berücksichtigen gilt. Natürlich nicht zu vergessen die berechtigten Wünsche und Bedürfnisse der Schüler.

Nach  der Fahrt ist vor der Fahrt - so sind wir jetzt schon wieder in die Planung für 2016 eingestiegen. Aber letztlich zeigt dies auch das große Interesse an unserer Arbeit vor Ort - und das ist auch gut so! Das Interesse war so groß, dass wir sogar vom polnischen TV dieses Jahr gefilmt und interviewt wurden und mehrmals mit den Einwohnern Posens auf dem Friedhof ins  Gespräch über unsere Arbeit kamen.

Der Film ist hier (http://powiat.poznan.pl/film-item/29-kwietnia-2015/ )

zu sehen (die ersten 3 Minuten).

Unsere Fahrt war dieses Jahr endlich eine trockene Fahrt ohne Schnee und Regen, so dass die 36 Teilnehmer fast alle gesund blieben und alle das Programm und die Arbeiten genießen konnten.

Wir haben mit unserer Partnerschule vor Ort auf dem Friedhof folgende Tätigkeiten durchgeführt:

Gehölzschnitt, Rasenaussaat, Laubharken, Rindenmulch verteilen, Pflanzungen, Reinigung der Innschriften,?.

Die Gruppen waren gemischt, so dass immer polnische und deutsche Schüler zusammen gearbeitet haben. Dies führte schnell zu neuen Bekanntschaften und hatte allen viel Spaß gemacht, da  viele Gespräche auch mit witzigen Missverständnissen gespickt waren. Das Werkzeug hatten wir fast komplett aus Hannover mitgebracht und musste nicht selten nach Feierabend wieder zusammen gesucht werden, was dann doch etwas dauerte ;-). Neben der gemeinsamen Arbeit stand die gemeinsame Freizeit im Vordergrund. Diese wurde teilweise durch die Region Posen gesponsert. So waren wir bowlen oder unternahmen Museumsbesichtigungen. Wir waren wie jedes Jahr beeindruckt von der Ausstattung der Schule vor Ort: Fitnessraum, Sporthalle mit Tribüne, Billardtisch und  ein DJ in der Pause, gefühlte neuste 200 PCs,?.. . Eine willkommene  Abwechslung waren die Besuche der Einkaufszentren; diese sind teilweise gigantisch im amerikanischen Stil einer Mall errichtet, so dass einige Schüler  aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Wie in den vergangenen Jahren waren wir auch dieses Jahr am Maltasee und haben von dem Angebot der Freizeitmöglichkeiten Gebrauch gemacht (Sommerrodelbahn, Autoscooter,?) und es war schwer, die Jugendlichen am Ende des Nachmittags zum Aufbruch zu bewegen.

Ferner haben wir auch dieses Jahr wieder das Fort 3  und den Ostwall besucht. Am Ostwall kannte man uns noch vom Vorjahr und wir wurden mit großer Freude empfangen und hatten wieder eine unvergessliche Führung bekommen, von der die Schüler noch heute schwärmen.

Ein weiteres Highlight war sicherlich der Besuch von Herrn von der Recken und Herrn Bode des Volksbunds, welche unsere Tätigkeiten vor Ort begutachteten, interessante Gespräche über die Arbeit führten und mit uns die Kranzniederlegung vollzogen.

Insgesamt eine gelungene Fahrt, wir haben die Schüler näher zusammengebracht und die Meinung war am Ende bei nicht wenigen: läääääännnger bleiben!

Kai Cornelius

 

Gedenken

 

 

 

 

 

 

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