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35-jährige Partnerschaft mit Untergaliläa/Israel ist weiterhin frisch und lebendig

Seit 1981 existiert ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Region Untergaliläa und der Region (vormals Landkreis) Hannover. Anfang März 2016 wurde dieser Vertrag bei einer Feierstunde im Schloss Landestrost in Neustadt durch den Regionspräsidenten Hauke Jagau und den Landrat von Untergaliläa Moti Dotan um weitere 5 Jahre verlängert. Kernstück dieses Vertrags ist ein jährlicher Schüleraustausch der berufsbildenden Justus-von-Liebig -Schule (gegründet vor über hundert Jahren als Jüdische Gartenbauschule) und der in Israel sehr bekannten Kadoorie-Schule, die u.a. schon Ytzak Rabin besuchte. IMG_0353a.jpg

Wenige Tage nach Vertragsunterzeichnung starteten 24 Schülerinnen und Schüler der JvL-Schule und der BBS 3, die seit einigen Jahren an diesem Projekt beteiligt ist, zum 14-tägigen Israelbesuch. Neben einem touristischen Programm mit Besuch von Beduinen in der Wüste, Ausgrabungen in Bet Shean, Baden im Toten Meer, Wanderungen in wunderschönen Naturparks, Besuch der Städte Jerusalem, Haifa, Akko und Tel Aviv und religiösen Stätten rund um den See Genezareth und vielen anderen Sehenswürdigkeiten stand auch ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem mit Kranzniederlegung im Tal der Gemeinden auf dem Programm.

Besonders wichtig war aber wieder einmal die Begegnung mit den israelischen Partnern, dem gemeinsamen Feiern des Purim-Festes, das lange Wochenende in den israelischen Familien und gemeinsame Aktivitäten in der Kadoorie-Schule. Dabei fand auch ein Workshop zur Vorbereitung einer Zeremonie in Bergen-Belsen statt. Voller Eindrücke und rundum begeistert von diesem besonderen Austausch, bei dem vielfältige Einblicke in die Geschichte, die Kultur, die Religionen Israels und den Alltag in israelisches Familienleben erhalten wurden, kehrte die Gruppe kurz vor Ostern nach Hannover zurück.

IMG_4299a.jpgNur kurze Zeit später startete die israelische Gruppe ihren Deutschland-Besuch in Berlin, wo sie gleich von einigen Austauschpartnern empfangen wurde. Der Besuch des Reichstagsgebäudes, des Holocaust-Mahnmals und eine Dampferfahrt waren nur ein paar Punkte im vielfältigen Programm, das anschließend in Hannover fortgesetzt wurde.
Immer begleitet von deutschen Austauschpartnern besuchten die israelischen Schülerinnen und Schüler u.a. das VW-Werk und den Zoo, waren gemeinsam im Klettergarten und bei einer Rad- und Segeltour rund um das Steinhuder Meer aktiv, machten eine Stadtrallye und lernten auch die Arbeit in den verschiedenen Standorten ihrer Partnerschulen kennen.

Die gemeinsame Zeremonie in Bergen-Belsen, bei der der Opfer des Holocaust gedacht wurde, war geprägt von Zeichen der Verbundenheit und des Verständnisses füreinander und positiven Blicken in die Zukunft. Erstmals wurde dabei ein gemeinsamer Kranz mit Schleifen der beiden Regionen niedergelegt.
Auf diesen wieder sehr erfolgreichen Austausch werden hoffentlich noch ganz viele folgen - das war der vielfach von allen Vertretern der Politik, der Schülerinnen und Schüler beider Gruppen, ihrer Lehrer und Begleiter geäußerte Wunsch am Ende des diesjährigen Austauschs. Die geknüpften Verbindungen werden sicher auch dieses Mal noch lange bestehen bleiben und einen kleinen Teil zur Völkerverständigung beitragen.

Roswitha Kranz, April 2016

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